Satzspiegel einrichten in InDesign

In diesem Tutorial zeige ich, wie du ein neues Dokument anlegst und mit welchen Voreinstellungen der Satzspiegel und die Seitenränder bestimmt werden.

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Wenn du InDesign startest, wird dir zunächst (falls er nicht ausgeblendet wurde) der Willkommensbildschirm angezeigt.

Hier klickst du nun auf Neu erstellen>Dokument.

Bei ausgeblendetem Willkommensbildschirm gehst du über das Menü Datei>Neu>Dokument oder – am schnellsten – über Strg+N.

Jetzt öffnet sich ein Dialogfeld, in dem du die grundlegenden Einstellungen für das geplante Zielmedium (also für die Screen- oder Druckausgabe), die vorläufige Seitenanzahl, das Format und Spaltenanzahl sowie die Seitenränder vornehmen kannst.

Gib also die Anzahl der Seiten deines Dokumentes an. Du kannst später immer noch problemlos Seiten hinzufügen oder überflüssige löschen. Sollen sich die Seiten wie bei einem Buch oder einer Broschüre gegenüberstehen, so aktiviere die Checkbox Doppelseiten.

Im Drop-down-Menü für das Seitenformat findest du eine Anzahl vordefinierter Standardformate sowohl für die Druck- wie die Screenausgabe. Du kannst auch dein eigenes benutzerdefiniertes Format eintragen.

Daneben findest du Schaltflächen für die Ausrichtung im Hoch- oder Querformat. Soll der Text in zwei oder mehr Spalten stehen, stellst du das darunter ein, ebenso den Abstand, den die Spalten zueinander einhalten sollen.

Bei den Einstellungen für Ränder und Anschnitt ist zunächst das Schloss-Symbol aktiviert, was bewirkt, dass sich die Anpassung der Einstellung eines Bereiches (oben, unten, links oder rechts) gleichmäßig auf die anderen auswirkt. Um unterschiedliche Werte festzulegen, musst du daher die Verkettung mit einem Klick deaktivieren.

Wenn das Dokument für die Druckausgabe vorgesehen ist, lässt sich auch die Beschnittzugabe einstellen, nachdem du auf Mehr Optionen geklickt hast.

Sie ist dann erforderlich, wenn Layoutelemente wie Bilder oder Farbflächen direkt am Rand der Seite stehen. Um zu verhindern, dass durch minimale Verarbeitungstoleranzen später weiße Papierstellen am Rand blitzen, müssen diese Elemente über den Papierrand hinaus bis an die Anschnittline (in der Regel sind das 3 mm umlaufend) positioniert werden (siehe vorigen Screenshot).

Wenn du diese Einstellungen auch für spätere neu zu erstellende Dokumente verwenden willst, kannst du sie auch dauerhaft speichern. Klicke dazu auf Vorgabe speichern und vergib dafür einen Namen.

Wenn du jetzt ein neues Dokument anlegen willst, findest du in dem Drop-down-Menü Dokumentvorgabe neben den Standardvorgaben auch die soeben angelegte.

Sind alle Einstellungen erledigt, öffnet sich mit einem Klick auf OK das neue Dokument.

Die verschiedenfarbigen Linien haben folgende Bedeutung:
• Der äußere rote umlaufende Rahmen markiert den Anschnitt.
• Die schwarze umlaufende Linie bezeichnet das eigentliche Dokumentenformat.
• Die magentafarbenen Linien markieren die Seitenränder auf der Seite und die violetten sind Spaltenhilfslinien.

Um einen Überblick zu erhalten, öffnest du noch die Seitenpalette (F12). Hier siehst du die angelegten Seiten in einer Vorschau mit der Markierung A im oberen äußeren Bereich. Das bedeutet, dass es Kopien der Musterseite A (im oberen Bereich der Seitenpalette) sind, welche die soeben vorgenommenen Einstellungen zugewiesen bekamen.

Wenn du feststellst, dass du diese Einstellungen noch etwas verändern willst, so ist das kein Problem:

Um die Seitenränder und Spalteneinstellungen nachträglich zu ändern, gehst du über das Menü Layout>Ränder und Spalten.

Aber Achtung: Damit sich Änderungen dieser Einstellungen auf alle Seiten im Dokument auswirken, musst du zuvor in der Seitenpalette auf die Musterseite gehen – bei Doppelseiten müssen die linke und die rechte markiert sein –, ansonsten bezieht sich die Anpassung nur auf die aktuell markierte Seite. Am besten klickst du daher zum Markieren nicht auf die Musterseite selbst, sondern auf die nebenstehende Bezeichnung A-Mustervorlage.

Über das Menü Datei>Dokument einrichten (oder den Shortcut Strg+Alt+P) kannst du nachträglich die Seitenanzahl, das Format und den Anschnitt ändern.

Das wirkt sich dann auch auf alle Seiten gleichermaßen aus.

Nach diesen Vorarbeiten kann mit dem Layout begonnen werden.

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