Objekte mit Effekten versehen in InDesign

In diesem Tutorial zeige ich, wie du Objekte mit Effekten wie Schlagschatten, Transparenzen, weichen Kanten oder Reliefs ausstattest oder vor einem dunklen Hintergrund zum Glühen bringst.

Bildquellennachweis:

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Schlagschatten

Um markierte Objekte wie die Schrift einer Headline oder Bilder mit einem Schlagschatten zu versehen, genügt ein Klick auf das gleichnamige Symbol in der Steuerungspalette.

 

Um darüber hinaus auch detaillierte Einstellungen vornehmen zu können, klickst du auf das fx-Symbol daneben und öffnest mit einem Klick auf den gewünschten Effekt die Optionen für die Effekte.

 

Links befindet sich eine Liste mit verschiedenen Effekte, von denen der Schlagschatten bereits mit einem Häkchen in der Checkbox ausgewählt ist. Rechts davon befinden sich die für den gewählten Effekt relevanten Optionen. Als Modus für den Schlagschatten sollte Multiplizieren verwendet werden.

 

Daneben befindet sich ein Farbfeld. Mit einem Klick darauf öffnet sich eine Ansicht der im Dokument angelegten Farbfelder. Aus dem Drop-down-Menü Farbe lässt sich aber auch über die Wahl von RGB oder CMYK mithilfe der Schieberegler ein gewünschter Farbton für den Schlagschatten anmischen.

 

Daneben lässt sich ein Wert für die Deckkraft einstellen. Mit aktivierter Vorschau kannst du Änderungen der Einstellungen sofort wahrnehmen.

Im Bereich Position kann der Abstand des Schattens vom Objekt auf der Achse des eingestellten Winkels bzw. mit einem zusätzlich einzustellenden Versatz auf der X- und Y-Achse verändert werden. Im Bereich Optionen lässt sich die Größe des Schattens verändern. Je größer der Wert, desto diffuser wird die Wirkung – je kleiner, desto konkreter zeichnet sich das Objekt im Schatten ab (besonders gut sichtbar bei Schrift).

Im Feld Übergriff lässt sich die Intensität bis hin zu deckend einstellen, während mit dem Wert für Rauschen der Schatten aufgepixelt wird.

 

Transparenzen

Für jedes Objekt oder ausgewählte Schrift lässt sich in der Steuerungspalette die Deckkraft einstellen. Mit dem Bedienfeld Effekte (Menü Fenster oder Umschalt+Strg+F10) lässt sich die Deckkraft jedoch differenziert für die Kontur, die Fläche und den Text für ein Objekt als Summe dieser Elemente einstellen. Diese Möglichkeiten kommen bspw. dann zum Tragen, wenn eine Textbox auf einem Hintergrundbild platziert wird, das etwas durchscheinen, der Text aber seine volle Deckkraft behalten soll. Vielleicht willst du zu allem Überfluss der Textbox ja auch noch eine Kontur mit einer wieder anderen Deckkraft verpassen.

All das bietet InDesign im Effekte-Bedienfeld an.

Hier kannst du die Werte für ein markiertes Objekt auf differenzierte Weise für seine verschiedenen Elemente einstellen. Die Schrift einer Textbox bleibt so auch auf einem leicht transparenten Hintergrund noch gut lesbar und stellt doch eine Verbindung dazu her.

 

Dem Objekt können durch einen Klick auf das kleine fx-Symbol am unteren Rand des Bedienfeldes weitere Effekte aus dem aufklappenden Menü hinzugefügt werden. Dabei öffnet sich jedes Mal das bereits bekannte Dialogfeld, in dem die Effekte in allen Details ausgestaltet werden können. Dabei ist immer darauf zu achten, worauf sich die Einstellungen beziehen:

Auf das gesamte Objekt, die Kontur, die Fläche oder den Text.

Wenn du für ein Objekt eine Kombination von Effekten erstellt hast, die du auch auf andere Objekte anwenden möchtest, so bietet sich auch hierfür wiederum ein eigenes Objektformat an. Dieses enthält alle auf das ausgewählte Objekt angewendeten Effekte und wird unter einem aussagekräftigen Namen gespeichert.

Künftig genügt ein Klick auf dieses Format, um einem markierten Objekt all diese Effekte zuzuweisen. Eine spätere Anpassung dieses Objektformats wirkt sich dann natürlich auch auf alle damit ausgezeichneten Objekte aus.

 

Weiche Kante

Um einen Übergang zwischen einem Hintergrund und einem darauf platzierten Objekt, z. B. einem Bild, zu gestalten und damit eine Verbindung zwischen beidem herzustellen, gibt es den Effekt Einfache weiche Kante. Rufe das Dialogfeld für das markierte Objekt über die Effekte-Schaltfläche der Steuerungspalette (fx) über den gleichnamigen Menüeintrag auf.

Mit aktivierter Vorschau kannst du die Auswirkungen der Einstellungen für die Breite kontrollieren. Damit wird festgelegt, über welchen Abstand das Objekt von deckend zu transparent ausgeblendet wird. Mit einem geringen Wert für Rauschen kannst du den Schein ein wenig weicher gestalten.

 

Reliefkanten

Mit den Optionen für Abgeflachte Kante und Relief lassen sich eindrucksvolle Effekte erzielen. Du kannst damit Objekten ein realistisches, dreidimensionales Aussehen verleihen. Sie wirken dadurch so, als wären sie in Stein gemeißelt, aus einem Material heraus- oder hineingeprägt.

Markiere einfach das Objekt, klicke auf die Schaltfläche Effekte (fx) in der Steuerungspalette und wähle aus dem aufklappenden Menü den Eintrag Abgeflachte Kante und Relief.

 

Auf dem sich daraufhin öffnenden Fenster ist in der Liste der möglichen Effekte das Relief bereits ausgewählt und kann nun weiter modifiziert werden.

Zunächst ist im Bereich Struktur ein Format auszuwählen. Am besten probierst du alle Einstellungen aus und beurteilst das Ergebnis.

Abgeflachte Kante außen lässt die Abflachung an den Außenkanten des Objekts entstehen.
Abgeflachte Kante innen lässt die Abflachung an den Innenkanten entstehen.
Relief simuliert die Aufwölbung des Objekts über darunter liegenden Objekten.
Kanten gemeißelt simuliert das Einprägen der Objektkanten in darunter liegende Objekte.

Größe bestimmt die Größe der abgeflachten Kante bzw. des Reliefs. Im Feld Technik wird die Wechselwirkung der abgeflachten Kante bzw. des Reliefs mit Hintergrundfarben bestimmt:

Glätten bewirkt ein leichtes Verwischen der Kanten (und einen Detailverlust bei größeren Elementen).
Weich meißeln verwischt die Kanten weniger stark als die Technik Glätten (Details bleiben besser erhalten als beim Glätten, jedoch weniger gut als bei Hart meißeln).
Hart meißeln lässt eine gröbere, auffälligere Kante entstehen (Details bleiben besser erhalten als beim Glätten und Weich meißeln).

Beim Weichzeichnen wird der Effekt verwischt, um unerwünschte Artefakte und unebene Kanten zu verringern. Im Feld Richtung wählst du Nach oben oder Nach unten, um den Effekt nach oben oder unten gedrückt erscheinen zu lassen.

Die Tiefe legt die Tiefe der Abflachung bzw. des Reliefs fest. Die Einstellungen unter Schattierung bestimmen, in welcher Wechselwirkung Licht mit dem Objekt steht:

Winkel und Höhe legt die Höhe der Lichtquelle fest. Die Einstellung 0 entspricht der Bodenhöhe, in der Einstellung 90 befindet sich die Lichtquelle senkrecht über dem Objekt.

Lichter und Schatten legt die Füllmethode für Lichter und Tiefen einer abgeflachten Kante oder eines Reliefs fest. Die Standardeinstellungen Negativ multiplizieren für die Lichter und Multiplizieren für Schatten solltest du am besten so belassen. Allerdings können durchaus auch andere Farben die Effekte noch verbessern, wenn du z. B. dem Schatten noch einen leichten Blau- und den Lichtern einen leichten Gelbstich verleihst.

So kann ein mit diesem Effekt versehenes Objekt aussehen:

 

Glühen

Um ein Objekt, besonders vor einem dunklen Hintergrund, auf besondere Weise zur Geltung zu bringen, bietet die Trickkiste der Effekte von InDesign die Option Schein nach außen. Hierbei wird als Füllmodus Negativ multiplizieren angewandt, was bedeutet, dass zwei übereinanderliegende Transparenzen voneinander abgezogen werden, also weniger Farbe an diesen Stellen hinterlegt wird, was diesen Bereich heller erscheinen lässt.

Die Einstellvielfalt ist gegenüber der des Schlagschattens etwas reduziert, was die Sache übersichtlicher macht. Wichtige Einstellfelder sind hier die Größe des das betreffende Objekt umgebenden Effektes und insbesondere auch der Wert für den Übergriff, mit dem sich der persönliche Geschmack für die Deutlichkeit des Effektes am eindrucksvollsten steuern lässt. Mit der Wahl einer bestimmten Farbe (per Doppelklick auf das Farbfeld) kann der Effekt weiter auf die Umgebungsbedingungen abgestimmt werden.

 

Auch diesen Effekt kannst du schließlich wieder als Objektformat speichern, um ihn später komfortabel auch anderen Objekten zuweisen zu können.

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