Animationen, Galerien, Videos einbinden in InDesign

In diesem Tutorial zeige ich, wie du in InDesign Objekte animiert in das Dokument hereinfliegen lässt, in Bildrahmen ganze Galerien anlegst und schließlich sogar Videodateien einbindest.

Bildquellennachweis:

http://de.fotolia.com
http://archaeopteryx-stocks.deviantart.com

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Animationen

Objekte in InDesign können für den späteren Flash-Export mit den vielfältigsten Animationen versehen werden. Die Schaltzentrale hierfür ist das Animation-Bedienfeld (Fenster>Interaktiv>Animation).

Dieses Bedienfeld hat oben einen Vorschaubereich, in dem die gewählte Animation anhand einer Beispielgrafik veranschaulicht wird. Um bei der Animation mehrerer Objekte nicht den Überblick zu verlieren, benenne zunächst ein markiertes Element im Feld Name.

 

Aus dem Drop-down-Menü Vorgabe kannst du nun aus einer Vielzahl möglicher Animationen eine auswählen und vielleicht erst einmal ein wenig die verschiedenen Effekte ausprobieren. Typische Anwendungen sind das Hereinfliegen (von oben, unten links oder rechts) oder das Einzoomen.

 

Dem Objektrahmen wird nun ein Animationspfad hinzugefügt, der, wie jeder Pfad, nachträglich bearbeitet (z. B. verlängert oder gekrümmt) werden kann.

Der Eintritt der Animation wird über das Menü in der Zeile Ereignis(se) festgelegt. Standard ist Beim Laden der Seite, davon abweichend kann aber auch ein Mouseover oder ein Klick das Ereignis auslösen.

Darunter wird die Dauer in Sekunden und mit Abspielen die Häufigkeit eingestellt. Bei Bedarf kann die Animation auch in einer Endlosschleife abgespielt werden.

Im Feld Geschwindigkeit kannst du noch einen zusätzlichen Effekt wie beschleunigen oder abbremsen wählen.

 

Im Feld Animieren geht es um die Relation der Bewegung zur Position des Objektes im Layout. Bis zur aktuellen Position (oder Bis zum aktuellen Erscheinungsbild) stellt sicher, dass diese nach dem Effekt die von dir eingestellte ist. Andernfalls kann es passieren, dass die Position des Elementes durch die Animation verändert wird.

Zusätzlich zu dem bisherigen Effekt kann das Objekt nun zu allem Überfluss auch noch in der Bewegung gedreht sowie skaliert werden. Dabei ist natürlich auch der Bezugspunkt (standardmäßig der Mittelpunkt) frei wählbar.

Bei Deckkraft und Sichtbarkeit kann mit Ausblenden eingestellt werden, dass ein animiertes Objekt nach seiner Aufführung ins Nirvana verschwindet.

 

Damit du deine aufwendig getunte Animation schließlich in ihrer ganzen Pracht erleben kannst, hat Adobe am unteren linken Rand des Animation-Bedienfeldes eine mit einem Kamerasymbol schlicht als Druckbogenvorschau benannte Schaltfläche angeschraubt, mit der du ein in seiner Größe frei skalierbares Vorschaufenster öffnen und die Aktion über den Play-Button abspielen kannst.

 

Um die Animation eines markierten Objektes wieder zu entfernen, klickst du einfach auf das Papierkorb-Symbol im Animations-Bedienfeld.

Über Datei>Exportieren (Strg+E) wird schlussendlich eine SWF-Datei ausgegeben, die dann mit dem Adobe Media Player wiedergegeben werden kann. Auf Wunsch kannst du gleichzeitig eine HTML-Datei erzeugen. Das PDF-Format (auch das interaktive) kann die Animationen leider nicht darstellen.

 

Zeitpunkt

Bei der Animation mehrerer Objekte einer Seite erfolgt die Reihenfolge der Ausführung zunächst analog zu ihrer Erstellung. Um diese Reihenfolge individuell anzupassen, öffnest du das Bedienfeld Zeitpunkt (Fenster>Interaktiv).

Hier werden alle animierten Objekte in einer Liste dargestellt, welche gleichzeitig die Reihenfolge repräsentiert. Diese kannst du nun verändern, indem du die Elemente im Bedienfeld mit gedrückter Maustaste an eine andere Position ziehst.

Um mehrere gleichzeitig abzuspielen, markierst du sie und klickst am unteren rechten Rand auf das Verketten-Symbol. Die Elemente erhalten daraufhin eine Klammer im Bedienfeld.

 

Um das auslösende Ereignis neu festzulegen (z. B. beim Klicken auf die Seite anstatt beim Laden), wählst du im Palettenmenü den Eintrag Neu zuweisen.

 

Galerien

In interaktive Dokumente können auch Galerien eingebaut werden, durch die dann mithilfe kleiner Navigationsschaltflächen geblättert werden kann. Dies funktioniert aber leider nicht bei PDFs, sondern nur bei SWF-Dateien.

Voraussetzung dafür ist zunächst ein Bildrahmen, dem außer seiner nativen Eigenschaft (nämlich ein Bild oder eine Grafik aufzunehmen) ähnlich wie Ebenen weitere Zustände hinzugefügt werden. Das Werkzeug hierfür ist das Objektstatus-Bedienfeld (Menü Fenster>Interaktiv).

Platziere also einen Bildrahmen, öffne dann zunächst über das Menü Objekt>Anpassen die Rahmeneinpassungsoptionen und stelle hier Rahmen proportional füllen und den Bezugspunkt (am besten zentriert) sowie automatisch einpassen ein, damit alle später platzierten Bilder den Rahmen schön gleichmäßig ausfüllen.

 

Jetzt schlägt die Stunde für das Objektstatus-Bedienfeld (Menü Fenster>Interaktiv). Dort gibt es bis jetzt einen Eintrag (Status 1). Füge nun über die Schaltfläche am unteren Rand der Palette zunächst so viele neue Einträge hinzu, wie die Galerie Bilder enthalten soll.

Nun geht es darum, die Bilder einzufügen. Öffne dazu am besten die Minibridge und platziere sie neben dem Bildrahmen. Markiere den Objektstatus 1 im Bedienfeld und ziehe das erste Bild in den Rahmen. Markiere daraufhin den 2. Status und ziehe dann das zweite Bild in den Rahmen usw.

 

Vergib nun noch einen griffigen Objektnamen, dem später die noch anzulegenden Navigationsschaltflächen zugeordnet werden.

Diese werden jetzt noch über dem Bildrahmen platziert (falls du zunächst dafür Objekte konstruierst, müssen sie anschließend, wie bereits beschrieben, in Schaltflächen konvertiert werden. Im Schaltflächen-Bedienfeld muss ihnen nun noch die gewünschte Aktion zugeordnet werden. Lösche über das Minussymbol zunächst die Standardaktion (Gehe zu nächster Seite) und füge nun über das Plussymbol jeweils Gehe zu nächstem Status bzw. Gehe zu vorhergehendem Status hinzu.

In der Zeile Objekt muss der vergebene Objektname ausgewählt werden. Prüfe die vorgenommenen Einstellungen daraufhin mithilfe des Vorschaufensters.

Möchtest du übrigens dem Bildrahmen Effekte wie z. B. einen Schlagschatten oder abgerundete Ecken etc. hinzufügen, solltest du das möglichst bereits ganz zu Beginn des Prozederes berücksichtigen. Ansonsten wirkt sich der Effekt nur auf den jeweils aktiven Status (also das damit verbundene Bild) aus und müsste für jeden einzeln eingestellt werden.

 

Videos einbinden

Interaktive Dokumente können nicht nur Galerien, sondern auch Videos enthalten. Diese werden sogar vom PDF-Format unterstützt, was die Publikation derart angereicherter Dateien erleichtert.

Um einer InDesign-Datei eine Videodatei hinzuzufügen, genügt es, sie in einem Rahmen wie eine Grafik zu platzieren. Als Dateiformate empfehlen sich FLV, F4V, SWF, MP4 und MP3, um die Unterstützung in Acrobat 9 (und Reader) voll nutzen zu können.

 

Für weitere nützliche Einstellungen öffne das extra für diesen Zweck bereitstehende Medien-Bedienfeld über den üblichen Weg des Menüs Fenster>Interaktiv.

Hier kannst du zunächst ein Standbild einstellen, welches sich in dem Dokument präsentiert. Klicke dazu auf Play und an dem gewünschten Punkt auf Pause (bzw. ziehe den Schieberegler an die gewünschte Stelle). Nun wählst du aus dem Drop-down-Menü im Feld Standbild den Eintrag Aus aktuellem Bild.

Alternativ kannst du über den Eintrag Bild auswählen auch eine beliebige Bilddatei auf deiner Festplatte als Standbild verwenden. Die Optionen Beim Laden der Seite abspielen und Schleife dienen eher der Entmündigung des Rezipienten und sollten lieber der Wahl der Steuerelemente (SkinoverAll) mit aktivem Rollover den Vortritt lassen, mit deren Hilfe er den Vorgang selbst anstoßen oder beenden kann.

 

Nach dem Export als PDF- oder SWF-Datei muss zum Aktivieren der Videofunktion einmal in den Bildrahmen geklickt werden.

Im Exportdialog können noch die Seitenübergänge – also die Art und Weise, wie umgeblättert wird, eingestellt werden.

 

Um einen besseren Eindruck der unterschiedlichen Möglichkeiten zu bekommen, kannst du im Palettenmenü des Seiten-Bedienfeldes (F12) genau diese Option (Seitenattribute>Seitenübergänge) auswählen.

Hier werden per Mouseover-Effekt die Funktionen als kleine Flash-Animationen dargestellt und können auch gleich gewählt und auf alle Seiten angewandt werden. Ein besonders eindrucksvoller Effekt – das animierte Umblättern – ist leider nur für das SWF- bzw. HTML-Format verfügbar und nicht bei PDF.

 

Damit die Seitenübergangseffekte in der PDF-Datei zum Tragen kommen, muss diese im Vollbildmodus dargestellt werden. Das kannst du gleich in den Exporteinstellungen festlegen, um damit sicherzustellen, dass der Empfänger diese Effekte auch wahrnimmt. Dort lässt sich auch ein automatischer Seitenwechsel nach einer frei wählbaren Zeit einstellen.

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