Tastaturbefehle selbst anlegen zum effektiven Arbeiten im Dokument

Viele Funktionen und Anwendungen können statt mit der Maus auch direkt und schneller über Tastenkürzel ausgeführt werden. Aber nicht alle Werkzeuge und Fenster wurden standardmäßig mit einem Tastenkürzel definiert. Andere haben eher ungünstige Tastenkürzel. Daher ist es optimal, häufig benutzte Anwendungen auch mit einem schnellen Tastengriff zu definieren.

Tastaturbefehle selbst anlegen zum effektiven Arbeiten im Dokument

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Im Menü Bearbeiten>Tastaturbefehle kann ich das Dialogfenster für das Definieren von Tastenkürzeln aufrufen.

Tastaturbefehle selbst anlegen zum effektiven Arbeiten im Dokument

Hier finde ich den Standard-Tastenkürzelsatz von Adobe InDesign, aber auch die Tastaturbefehlssätze von PageMaker und Quark. Umsteiger haben somit die Möglichkeit, die alten Tastenkürzel weiter zu verwenden. Auf Dauer empfiehlt es sich aber, den Standardsatz von InDesign zu nutzen.

Unter Satz anzeigen ist eine Textdatei mit allen Tastaturbefehlen hinterlegt. Dort sieht man auch, ob Bereiche noch nicht mit einem Tastaturbefehl definiert sind.

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Wann ist es sinnvoll, mit Tastenkürzeln zu arbeiten?

Eigentlich immer, wenn dadurch Prozesse im Layouten beschleunigt werden. Tastenkürzel konkurrieren immer ein wenig mit der Verfahrensweise über die Maussteuerung. Ist ein Tastenkürzel schneller als die Maus, so sollte man – sofern das Werkzeug oder die Funktion häufiger benötigt wird und es sich anbietet – auch die Anwendung ausreizen.

Einen Tastaturbefehl definieren

Ist kein Tastaturbefehl angelegt, kann dieser definiert werden.

Ich arbeite gern mit abgerundeten Ecken. Infoboxen, Fotos etc. gebe ich, sofern es zum Layout passt, runde Ecken.

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Mit der Maus gehe ich also in das Menü Objekt>Eckenoptionen.
Ein Tastaturbefehl existiert nicht zum Aufrufen des Dialogfensters.

Daher lege ich mir zum Aufruf der Eckenoptionen einen Tastaturbefehl an.

Im Produktbereich Objekt-Menü wähle ich im Dialogfenster für die Tastaturbefehle die Eckenoptionen an. Im Feld Neuer Tastaturbefehl drücke ich mein gewünschtes Tastenkürzel.

Ich wähle das Tastenkürzel NUM2. Anschließend klicke ich auf Zuweisen.

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Es erscheint die Meldung, dass ein neuer Satz auf Grundlage des Standardsatzes erstellt werden muss. Ich gebe diesem neuen Satz den Namen “Standard bedarfserweitert” und fertig ist mein Tastaturbefehl für die Eckenoptionen.

So kann ich alle häufig benutzten Werkzeuge und Anwendungen mit Tastaturbefehlen definieren.

Einen bestehenden Tastaturbefehl neu definieren

Einige bestehende Tastaturbefehle sind derartig umständlich, dass bei den ursprünglich zugeordneten Tastenkürzel die Maus wohl immer schneller ist.

Beispiel: Kopierte Textrahmen sollen auf der nächsten Seite an der Originalposition wieder eingefügt werden.

Mit der Maus ein Rechtsklick>An Originalposition einfügen.
Das bisherige Tastenkürzel lautet: Strg+Shift+Alt+V.

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Das Tastenkürzel ist eindeutig um eine Taste zu lang, zumal die ersten drei Tasten in der Regel mit der linken Hand bedient werden.

Es bietet sich an, diesen Tastaturbefehl neu zu definieren. Hierzu gehe ich wieder in das Dialogfenster für die Tastaturbefehle und wähle im Produktbereich das Bearbeiten-Menü. Ich wähle An Originalposition einfügen an und weise dieser Funktion einen weiteren Tastenkürzel mit Namen Num 1 zu.

Damit kann ich jetzt sehr schnell mit einer einzigen Taste kopierte Texte auf anderen Seiten an der Originalposition einfügen.

Übrigens: Hier gibt es noch ein Video-Training, dass das Anlegen von Tastaturbefehlen in InDesign gut erklärt.

Tipp: Es bietet sich an, die wichtigsten Tastaturbefehle auf einer Referenzkarte zu haben. Hier gibt es eine Referenzkarte mit den InDesign-Shortcuts zum Download.

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