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Schaltflächen und Links in InDesign CS6

Schaltflächen und Links in InDesign

In diesem Tutorial zeige ich, wie du in InDesign Objekte zu Schaltflächen umwandelst, ihnen anschließend Mouseover-Effekte hinzufügst, eine Aktion wie den Sprung zur vorigen oder nächsten Seite für die Navigation in PDF-Dokumenten festlegst und Text und Objekte mit Hyperlinks verknüpfst, sodass nach dem PDF-Export ein Klick darauf die verknüpfte Webseite öffnet bzw. ein Sprung zu einer bestimmten Seite oder Textstelle im Dokument erfolgt.

Bildquellennachweis:

- http://de.fotolia.com
- http://archaeopteryx-stocks.deviantart.com

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Ein bisschen Reklame in eigener Sache:

Schaltflächen anlegen

Für die spätere Ausgabe als Bildschirmdokument bietet InDesign vielfältige Möglichkeiten, deine Dateien interaktiv und multifunktional einzurichten. Um z. B. die Navigation in einer PDF-Datei komfortabel zu gestalten, kannst du dafür eigene Schaltflächen anlegen, mit deren Hilfe der Leser zur nächsten oder vorigen Seite gelangt.

Platziere dazu die Objekte, die als Schaltflächen dienen sollen, an den gewünschten Stellen. Bei Navigationsschaltflächen zum Vor- und Zurückblättern empfehlen sich dafür die Musterseiten, da die ja auf allen Seiten vorhanden sein sollen. Konvertiere nun das markierte Objekt über das Menü Objekt>Interaktiv>In Schaltfläche umwandeln (bzw. das Kontextmenü der rechten Maustaste).

 

Daraufhin erhält der Objektrahmen eine gestrichelte Linie und das Schaltflächen-Bedienfeld öffnet sich.

 

Benenne die Schaltfläche und füge ihr nun über das Plus-Symbol aus der Liste der möglichen Aktionen die gewünschte – in diesem Fall also der Sprung auf die nächste oder vorige Seite – hinzu. Die Aktion wird daraufhin in das Aktionenfeld eingetragen.

Der Eintrag im Feld Ereignis kann Beim Loslassen oder Antippen bleiben.

 

Um dem Dokument einen etwas dynamischeren Touch zu verleihen, kannst du im Bereich Erscheinungsbild jetzt noch einen Mouseover-Effekt einrichten. Markiere dazu den Eintrag Cursor darüber und bearbeite anschließend das Objekt auf dem Druckbogen z. B. durch Änderungen an Farbe, Kontur und Effekten.

Diese geänderten Eigenschaften beziehen sich nur auf den Mouseover-Zustand, auch wenn das Objekt an sich jetzt anders aussieht. Es wird auf der InDesign-Seite der Objektzustand angezeigt, welcher im Bedienfeld markiert ist.

Normalzustand:

 

Cursor darüber:

 

Um den Effekt, wie er später in der PDF-Datei dargestellt werden soll, zu überprüfen, klickst auf das kleine Kamerasymbol in der linken unteren Ecke des Schaltflächen-Bedienfeldes. Darauf öffnet sich ein Vorschaufenster, das in der Größe auch beliebig skaliert werden kann.

Hier kannst du nun den Mouseover-Effekt prüfen.

 

Über das Palettenmenü kannst du übrigens auch eine Objektbibliothek mit Standard-Schaltflächen von InDesign aufrufen und daraus etwas aussuchen.

Eine Schaltfläche kann über das Menü Objekt>Interaktiv wieder in ein Objekt konvertiert werden. Die Mouseoverzustände und Schaltflächeneigenschaften werden dabei gelöscht.

 

Hyperlinks

Um in interaktiven PDF-Dokumenten später über einen Link direkt zu einer Webseite oder mit einem Klick auf ein Wort, einen Textabschnitt oder auch eine Schaltfläche auf eine Seite bzw. an eine festgelegte Textstelle zu gelangen – dazu werden in InDesign Hyperlinks und Textanker verwendet.

Der typische Einsatz von Hyperlinks ist der Aufruf von Webseiten. Willst du also, dass der Leser durch einen Klick auf eine URL im PDF-Dokument direkt zu der Webseite gelangt, so markiere die Textstelle im InDesign-Dokument, öffne über das Menü Interaktiv das Hyperlink-Bedienfeld und klicke dann unten auf die Schaltfläche Neuer Hyperlink.

 

Aus dem Drop-down-Menü im Feld Verknüpfen mit wählst du jetzt den Eintrag URL und fügst diese in das Feld darunter ein. Um für den Leser die Funktionalität der Textstelle deutlicher zu machen, (du kannst ja schließlich jede beliebige Textstelle mit einer Webseite verknüpfen, z. B. mit dem Vermerk 'Weitere Informationen finden Sie hier …') lässt sich ein extra für diesen Zweck angelegtes (oder auch jedes beliebige andere) Zeichenformat auswählen. Nach einem Klick auf OK wird der Link im Hyperlink-Bedienfeld (Menü Fenster>Interaktiv) aufgelistet – die verknüpfte URL des markierten Eintrags wird in der Zeile darüber angezeigt.

 

Auch eine E-Mail-Adresse lässt sich so formatieren, dass mit einem Klick darauf der E-Mail-Client mit der Empfängeradresse – und auf Wunsch auch gleich einem fertig eingetragenen Betreff – ausgestattet gestartet wird.

In diesem Fall markierst du den Text, wählst aus dem Kontextmenü der rechten Maustaste Interaktiv>Neuer Hyperlink und in der Zeile Verknüpfen mit die Option E-Mail aus und trägst darunter die entsprechenden Angaben ein.

Ebenso wie Text lassen sich auch Objekte oder Schaltflächen mit Hyperlinks verknüpfen. Der Weg ist der gleiche: Einfach das Objekt auswählen, im Hyperlink-Bedienfeld Neuer Hyperlink anklicken und anschließend die Webadresse eintragen – fertig.

 

Textanker

Um innerhalb eines Dokumentes durch einen Klick zu einer ganz bestimmten Stelle auf irgendeiner anderen Seite zu gelangen und damit die Navigation deutlich zu erleichtern, werden Textanker mit Hyperlinks verknüpft. Ein gut vorstellbares Szenario dafür wäre der Sprung zu Anmerkungen, welche, um den Textfluss nicht zu stören, am Ende des Kapitels oder des Dokumentes platziert wurden.

In diesem Fall ist die Vorgehensweise so, dass zunächst das Ziel als Textanker formatiert wird; anschließend wird der Anmerkungshinweis als Hyperlink damit verknüpft. Um eine Textstelle, ein Wort oder einfach nur die Cursorposition als Textanker zu formatieren, markierst du den Bereich und wählst aus dem Palettenmenü des Hyperlink-Bedienfeldes den Eintrag Neues Hyperlinkziel aus.

 

Hier wird nun im Feld Art der Textanker ausgewählt. Ins Feld Name kommt eine möglichst eindeutige Bezeichnung, um gerade bei einer Vielzahl von anzulegenden Textankern die Zuordnung zu erleichtern.

Nach einem Klick auf OK ist der Textanker bereits angelegt. Um nun die Textstelle im Kapitel damit zu verknüpfen, markierst du sie (vielleicht einfach nur eine in Klammern stehende Ziffer) und legst im Hyperlink-Bedienfeld einen neuen Hyperlink an. Im Feld Verknüpfen mit wird jetzt Textanker und im Drop-down-Menü des Feldes Textanker der soeben angelegte ausgewählt.

 

Nach einem Klick auf OK ist damit die Verknüpfung zu der Anmerkung hergestellt. Um es für den Leser richtig komfortabel zu machen, kannst du nun eine kleine Schaltfläche zurück oder so ähnlich anlegen, mit der von der Anmerkung wieder zurück an die soeben verlassene Stelle gesprungen werden kann.

Dazu rufst du das Schaltflächen-Bedienfeld auf und weist der markierten Schaltfläche die Aktion Gehe zu vorheriger Ansicht (über das Plus-Symbol bei Aktionen) zu.

Diese Schaltfläche lässt sich kopieren und bei Bedarf immer wieder neu platzieren. Der Verweis auf die vorherige Ansicht wird dabei dynamisch angepasst, sodass der Sprung zurück dann immer auf die jeweilige Ausgangsseite gesteuert wird.

Diese Aktion kannst du übrigens nur einer Schaltfläche, also einem Objekt, und nicht einem Text (z. B. dem Wort zurück) zuweisen. Mit einem derartig ausgestatteten PDF-Dokument gestaltet sich das Nachschlagen von Anmerkungen deutlich komfortabler als in einem gedruckten Buch.

 

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